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Lesung

Der Literaturwissenschaftler, Romanist und Politiker Victor Klemperer (1881-1960) stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung für unsere Klassenstufen 9 bis 12.

IMG 7356

IMG 7348Dazu war der deutsche Autor und Herausgeber Renatus Deckert als Vortragender zu Gast in der Aula. Im Mittelpunkt seiner Lesung standen die Tagebücher Klemperers, die dieser während der Jahre des Nationalsozialismus verfasst hatte und in denen er als jüdischer Überlebender des Holocaust vielfältige Einblicke in die persönlichen Diskriminierungen und Ausgrenzungen gibt.

So lässt sich ab 1933 mitverfolgen, wie Klemperer langsam und systematisch ausgegrenzt wurde, zunächst in der Wissenschaft, später auch im privaten Leben. Die Tagebücher aus der Zeit des Nationalsozialismus sind Zeugnis einer Atmosphäre großer und immer größer werdender Angst. Klemperer und die anderen Bewohner des „Judenhauses“, in das er und seine Frau umziehen mussten, lebten vor allem in Angst vor der Gestapo. Vor diesem Hintergrund berichtet Klemperer von etlichen Selbstmorden und Opfern des Völkermordes an den Juden durch die Nationalsozialisten in seinem persönlichen Umfeld – nicht zuletzt, wie Renatus Deckert während seiner Lesung und in der sich anschließenden Fragerunde betonte, auch als Mahnung für heute lebende Generationen.

Info

  • Lesung

    Der Literaturwissenschaftler, Romanist und Politiker Victor Klemperer (1881-1960) stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung für unsere Klassenstufen 9 bis 12.

     

  • Ein bewegendes Vermächtnis

    Ein bewegendes Vermächtnis

    Am 20. April erlebten unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b sowie der Fachoberschule (Klassen 11 und 12) einen ganz besonderen Vormittag.